Wohin? – Die Untertanen - Schau mich an – Gesicht einer Flucht

Der hochspannende Konzertabend in der Epiphaniaskirche zeigte, wie das Thema „Flucht“ auf ganz unterschiedliche Weise veranschaulicht werden kann.

Die Untertanen

Sieh mich an

Wohin? – Die Untertanen
Schau mich an – Gesicht einer Flucht

Der hochspannende Konzertabend in der Epiphaniaskirche zeigte, wie das Thema „Flucht“ auf ganz unterschiedliche Weise veranschaulicht werden kann. Der Chor berührte mit einer vielfältigen Collage aus Liedern in verschiedenen Sprachen und Rhythmen, Texten und eigenen Erfahrungen. Einige Male hielt das Publikum den Applaus zurück, weil von den Untertanen so eine gespannte Stimmung ausging, die jedes Klatschen zerstört hätte. Besonders ergreifend waren die kurzen Sätze, die einige Sänger über Fluchterfahrungen in ihren Familien in den Kirchenraum sprachen. Nicht zuletzt auch damit schufen sie eine Verbindung zu unserer Ausstellung „Schau mich an – Gesicht einer Flucht“. Sie gibt Asylsuchenden eine Stimme und lässt sie ihre Geschichten erzählen, doch auch deutsche Flüchtlinge und Vertriebene seit dem Zweiten Weltkrieg kommen zu Wort und lenken den Blick auf die eigene Geschichte.
An diesem Abend wurde deutlich, dass Flucht nichts Neues ist. Es gab sie und ihre Auslöser schon immer – und überall.

An diesem Abend habe ich eine tiefe Verbundenheit zum Chor „Die Untertanen“ gespürt und gemerkt, dass die SängerInnen die Abgründe um das Thema Flucht ebenso wenig unberührt gelassen haben wie mich. Herzlichen Dank!
Gerburgis Sommer
Asylkreis Haltern am See